Die Geschichte zur DR Big

Also mal von vorne. Seit dem ich Motorrad fahre (2010) habe ich immer wieder gerne auf solche Klassikermoppeds vom Typ Africa-Twin, Transalp oder ähnliches geschaut. Als ich noch Honda gefahren bin, war natürlich die alte Africa-Twin XRV 750 ein nicht zu verwirklichender Traum. Der wichtigste Grund war immer die Frage: Wo soll ich das Teil unterstellen. Seit 2016 ist die Situation eine andere und da wir schon seit 2014 auf Suzuki umgestiegen sind, war eine DR Big das neue anzustrebende Kultmopped. Die DR Big ist quasi der Opa meiner V-Strom, was ein Grund mehr ist, ein solches Motorrad zu erhalten.

Als erstes Bastelmopped habe ich eine Suzuki Freewind XF650 gekauft. Diese ein wenig aufgehübscht und später wieder verkauft. Mit der Freewind konnte ich feststellen, welche Spaß Einzylinder-Moppeds doch machen können.

Dann kamen ein paar Honda Cityfly CLR125 ins Haus. Da habe ich aus drei Moppeds später zwei zusammen geschraubt. Eine Honda und sämtliche Teile wieder verkauft und die schwarz-grüne Honda behalten.

Nach der Freewind hatte ich mir eine gebrauchte DR angeschaut und war von dem Mopped sehr angetan. Eine vermutlich größere Baustelle, aber durchaus mit Erfolg machbar. Ich habe mir seinerzeit Bedenktzeit übers Wochenende erbeten, mit dem Ergebnis, das die DR zwischenzeitlich leider verkauft wurde. Das war sehr enttäuschend, denn ich war bereit sie zu kaufen. Damit war das Thema DR eigentlich für mich durch. Aber immer wieder flammte allerdings die DR Big auf, die mich einfach nicht in Ruhe lassen wollte. Nun nach mehreren Jetzt-Doch-Anläufen, mit anschließenden Vernunftsanfällen, bei den das Thema wieder ersatzlos gestrichen wurde, ist es am 05.03.2021 geschehen und ich habe eine DR 800 Big erworben.

Auf dieser Webseite möchte ich festhalten, wie der aktuelle Stand ist, was ich am Motorrad verändert bzw. erneuert habe und welche Erfahrungen ich mit dem Motorrad hatte. Diese Webseite steht somit auch am Anfang und wird mit Sicherheit die ein oder andere Modifikation erhalten.


Die DR Big

In einer Internetanzeige habe ich im Februar 2021 diese DR 800 Big entdeckt.

Eine schöne blaue Suzuki mit 63.000 km, seit zwei Jahren eingelagert und mit ordentlich Staub ungeschönt zum Verkauf angeboten. Baujahr angegeben mit Januar 1991. Zu einem Preis, der etwas niedriger liegt als viele andere und in näherer Umgebung zu finden. Das hat mich neugierig machte, aber ich habe den Zustand als nicht besonders hoch eingeschätzt und deswegen eine Besichtigung erstmal nicht geplant. Jedenfalls habe ich mich irgendwann dann doch dazu entschieden, das Motorrad zu besichtigen.

Der echte Eindruck des Mopped war schon deutlich besser, als erwartet. Der Verkäufer hatte die DR mittlerweile mal gewaschen und da sah die Welt schon deutlich besser aus. Auf Nachfragen zum Zustand stellte heraus, das die Maschine meist in der Suzuki-Werkstatt gewartet wurde und selbst kaum Hand angelegt wurde. Der Zustand war so gut wie original, nicht verbastelt oder ausgetauscht. Die Verkleidungsteile weit gehend unbeschädigt, bis auf die paar Macken, die in fast 30 Jahren nicht vermeidbar sind. Sehr positiv war für mich die Tatsache, das die Lenkeranschläge in Ordnung und der Sturzbügel noch keine Bodenkontakt hatte. Leider lagen wir später in unseren jeweiligen Preisvorstellungen zu weit auseinander, so das ich schon wieder den Heimweg antreten wollte, als mich der Verkäufer mit einer Idee stoppte.

„Brauchst Du die Koffer?“ „Nein, Koffer hab ich an meiner V-Strom und die ist für die große Reise. Die DR ist für Sonntags an die Eisdiele.“

Also Mopped ohne Koffer verhandelt und so konnten wir uns auf einen gemeinsamen Preis einigen. Die DR Big hat den Besitzer gewechselt. Am darauffolgenden Samstag bin ich mit Stevie und seinem Anhänger wieder Richtung Montabaur, um den neuen(-alten) Familienzuwachs nach Haus zu holen.

In den Papieren habe ich später dann entdeckt, das die DR nicht Baujahr Januar 1991, sondern Juni 1992 ist. Das macht bei dem Alter nicht weniger Falten, aber immerhin ist die Gute doch noch keine 30 Jahre alt.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen auf dieser Webseite, möchte mich für das Interesse bedanken und entschuldige mich schon mal, falls ich wieder mal nur Käse geschrieben habe.

Roland